Was es ist
Tofuhaut (豆皮 oder 腐皮) ist der eiweißreiche Film, der sich auf kochender Sojamilch bildet und in Blättern abgehoben wird. Frittierte Tofuhaut (炸豆皮) sind diese Blätter, knusprig frittiert. Sie kommt in den Hot Pot, wo sie binnen Augenblicken weich wird und Brühe und Dip aufsaugt.
Woher es kommt
Der Name taucht zuerst im Compendium of Materia Medica (本草綱目) des Arztes Li Shizhen (李時珍) auf, das beschreibt, wie der Film auf erhitzter Sojamilch abgehoben und getrocknet wird. Tofuhaut ist auch die Hauptzutat vieler vegetarischer „Fleischsorten“ der chinesischen Küche, etwa falsches Huhn, falsche Ente und falscher Schinken. Dafür mischt man sie mit Pilzen, Gemüse und Sojasoße und presst sie in Form.
Wie es gemacht wird
Sojabohnen werden eingeweicht, gemahlen und abgeseiht. Die so entstandene Sojamilch wird gekocht, bis sich oben eine Haut bildet. Die Haut wird abgehoben und getrocknet. Die oberste Schicht, als ganzes Blatt abgenommen, ist am glattesten. Die nächste Schicht hängt man in Streifen auf und trocknet sie zu Tofuhautstangen (腐竹), die gröberen Schichten darunter dienen meist zum Einwickeln. Für Hot Pot frittieren manche Läden ihre eigenen Blätter in großen Stücken.
Wie man es isst
Eine Beilage zum Hot Pot. In große Stücke brechen, in die Brühe geben und herausnehmen, sobald sie weich sind, dann in Shacha-Soße (沙茶醬) dippen.
In anderen Teilen Taiwans
- Kaohsiung
- Shantou Tien Tien (汕頭天天沙茶火鍋) im Bezirk Yancheng in Kaohsiung frittiert seine Tofuhaut selbst und bringt sie als ein großes Stück an den Tisch, in einer durchsichtigen Plastiktüte verschlossen, damit sie knusprig bleibt. In der Tüte in etwa vier Stücke brechen, dann in den Topf geben.

