Was es ist
Ein Gemüsegericht der Hausmannskost: Blattgemüse, in wenig Brühe mit Eiern gegart. Der chinesische Name 金銀蛋 („Gold- und Silbereier“) meint die orangefarbenen Stücke vom gesalzenen Eigelb und die dunklen Stücke vom tausendjährigen Ei, manche geben als drittes ein verquirltes frisches Ei dazu. Traditionell nimmt man Amarant (莧菜, xiancai), oft ersetzt durch Spinat.
Wie es gemacht wird
Knoblauchscheiben werden in Öl angebraten, dann kommt das Gemüse mit Wasser oder Brühe hinein. Gewürfeltes Salzei und tausendjähriges Ei folgen, und die Pfanne bleibt ein paar Minuten zugedeckt, bis das Eigelb in die Flüssigkeit zu schmelzen beginnt. Manche rühren zum Schluss das gesalzene Eiweiß unter. Andere ziehen ein verquirltes frisches Ei durch, das in weichen Fäden stockt. Das Salzei würzt das Gericht, es braucht also kaum zusätzliches Salz, und manchmal bindet ein Löffel Stärke die Brühe.
Wie man es isst
Bei einem gemeinsamen Essen ist es der Gemüseteller, gegessen mit Reis. Amarant wächst in Taiwan im Sommer, vor allem von Juni bis Oktober, dann ist er am leichtesten zu bekommen. Ausdrücklich nach 金銀蛋莧菜 fragen. Steht 金銀蛋時蔬 auf der Karte, kommt das Gemüse, das gerade Saison hat.
In anderen Teilen Taiwans
- Tainan
- Bei Eat to Fat (添厚), einem Bib-Gourmand-Restaurant in einer Gasse neben dem Großen Mazu-Tempel, steht das Gericht als 金銀蛋時蔬 auf der Karte. Die Michelin-Inspektoren nennen es schlicht im Aussehen, aber vielschichtig im Geschmack, dank frischem Ei, Salzei und tausendjährigem Ei.



